"Lass mich mal sehen." Aus den Augenwinkel sah ich, wie sie hinter mich trat und meine Haare begutachtete. Ich ging einen Schritt nach vorne, doch sie packte mich an den Schultern und hielt mich fest. "Wie hast du denn das nur so gerade hinbekommen?," fragte sie und kratzte sich hörbar am Kopf. "Weiß ich nicht, ich hab einfach drauflosgeschnitten," antwortete ich patzig.
Sie drehte mich zu ihr um und sah mir genau in die Augen. "Was ist denn los mit dir?," fragte sie ernst. "Ach, es ist einfach alles scheiße. Die Sache mit deinen Eltern gestern..." Kim seufzte und nahm meine Hand. "Hör zu...sie wollen dir wirklich nichts Schlechtes. Sie sind eben ein bisschen eigen," erklärte sie mir und ich musste lachen. "Ein bisschen eigen? Du weißt aber schon, was sie gerade mit Luisa treiben?!," entgegnete ich laut. "Meinst du etwa, ich finde es gut? Aber man kann nichts dagegen machen, so sind sie immer." Plötzlich wurde ihr Blick traurig und ernst. "Sie fühlt sich auch nicht in dieser Familie wohl...," dachte ich betrübt und beschloss es jetzt dabei beruhen zu lassen.
Stürmisch nahm sie mich in den Arm und drückte mich an sich. "Bitte lass uns jetzt nicht mehr darüber reden. Der Grund warum ich eigentlich hergekommen bin ist: Finn und ich wollen zum Strand. Ich würde mich sehr freuen, wenn du mitkommen würdest," sagte sie und lächelte mich an. "Irgendwie bin ich gerade gar nicht in Stimmung dazu...," sagte ich grummelnd und sie sah mich sofort mit einem Dackelblick an. "Bitte, es würde mir sehr viel bedeuten. Dann kannst du auch meinen Freund kennenlernen." "Aha, deswegen also der Aufzug...," dachte ich und musste grinsen. "Na gut," antwortete ich schließlich und sie sprang kurz in die Luft. "Danke, danke, danke!," jubelte sie und rannte aus dem Zimmer.
Gottseidank war es bis zum Strand nicht sonderlich weit. Kim rannte den ganzen Weg und wir hatten Mühe hinterherzukommen. "Beeilt euch mal, ihr Schnecken!," rief sie dauernd und wir waren schon völlig aus der Puste.
"Ich kann nicht mehr!," jaulte ich und hörte Finn neben mir laut schnaufen. "Hast du sie jemals so rennen sehen?!," fragte er völlig ausser Atem und ich schüttelte den Kopf, was ein großer Fehler war, denn plötzlich begann sich alles zu drehen. "Hoffentlich sind wir gleich da," dachte ich und spürte die Seitenstiche schon gar nicht mehr. Angeblich gewöhnte man sich an Schmerz und das war gut, denn sonst wäre ich wahrscheinlich halb tot auf dem Boden gelegen.
Endlich waren 3 Leute zu sehen. Kim rannte auf einen braungebrannten Mann zu und sprang ihm in die Arme. Als wir immer näher kamen, traf mich fast der Schlag: Der Kerl war viel größer und älter als sie. Die Beiden lagen sich in den Armen und er küsste sie stürmisch. Klar, sie hatten sich ziemlich lange nicht mehr gesehen. Jedenfalls dachte ich das, denn Kim hatte mir schließlich vorher nie von ihm erzählt.
Plötzlich drehte sich Kim zu mir um und winkte mich zu ihnen heran. Nervös trat ich auf die Beiden zu und der Mann lächelte mich sofort an. "Du musst Juliana sein. Kim hat am Telefon regelrecht von dir geschwärmt," sagte er. Oh Gott, er sah wirklich unglaublich gut aus. Er fing sich von Kim einen Seitenhieb ein. "Gar nicht wahr!," erwiderte sie mit hochrotem Kopf und der Mann strich ihr durch das Haar. "Ich bin Jack," sagte er und reichte mir die Hand. Mein Herz klopfte wie wild, als ich ihm zaghaft die Hand schüttelte.
Finn trat plötzlich aus dem Schatten und ging langsam auf Jack zu. "Schön dich wiederzusehen, Kleiner," sagte Jack lächelnd zu ihm und Finn umarmte ihn glücklich. "Gott, bin ich froh dich wiederzusehen!," sagte Finn und Jack lachte.
Fortsetzung folgt sofort...
Beiträge von Lacuna
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@Simsplayer_w: Ich find`s echt klasse, dass ihr Jenny überhaupt nicht leiden könnt. Denn genau das wollte ich ja erzielen! *gg*
rita: Das liegt wohl in der Familie
Santine19: Jaha, das ist hier die Frage! Aber das dauert noch ein wenig, bis es Antworten gibt.
DawnAngel: Jenny ist der festen Meinung, dass Julianas Mutter nicht mehr wiederkommt, obwohl es dazu eigentlich gar keinen Anhaltspunkt gibt...
cassio: Du rätselst ja schon ganz schön. Ich sag mal so: Du machst das nicht schlecht.
Aylana: Hehe, aber sie sind immernoch die Aufsichtspersonen und somit dürfen sie Juliana Befehle erteilen. Also wäre es wohl nicht so gut gewesen, wenn Juliana jetzt einmal ausholt und irgendwem schlägt.
Sango04: Du sprichst Juliana aus der Seele...;)
@elli93: Nicht alle haben einen gewaltigen Schaden, aber die Meisten *gg*
@SimGirlSteffi: Wer weiß...;)
Ich wollte nicht mehr ich sein. Mein Leben war total im Eimer und ich konnte überhaupt nichts dagegen tun. Kurzentschlossen stolperte ich am nächsten Morgen mit nackten Füßen ins Bad und schnappte mir ein Schere. Ich machte mir einen Zopf, schloss die Augen und schnitt wild drauf los. Vorsichtig öffnete ich dann wieder die Augen. Die Fliesen waren mit meinen schwarzen Haaren übersät und ich blickte in den Spiegel. Meine Haare reichten nurnoch bis zu den Schultern, aber es gefiel mir...glaube ich...
Ich sammelte meine abgeschnittenen Haare auf und warf sie in den Mülleimer in meinem Zimmer. Kaum war ich damit fertig, öffnete sich leise quietschend meine Zimmertür und Kim trat herein. Zuerst erkannte ich sie gar nicht. Ihre Locken waren weg und sie trug nur ein Bikinioberteil und eine Hotpants. Sie musterte mich genau und zog eine Augenbraue hoch. "Du hast....dir deine Haare abgeschnitten," sagte sie und ich versuchte ihrem Blick auszuweichen.
"Und deine Haare sind glatt," entgegnete ich und sie ging ein bisschen in die Knie, um mir in die Augen sehen zu können. "Aber warum hast du sie dir abgeschnitten?," fragte sie vorsichtig. "Weil ich eben Lust dazu hatte?!," sagte ich zickig und drehte mich von ihr weg.
Fortsetzung folgt sofort... -
Meine Lieblinge sind die beiden Kill Bill Soundtracks und der Resident Evil Apocalypse Soundtrack. Die kann man irgendwie immer hören und haben von jeder Musikrichtung etwas.
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Ich schmiss mich auf mein Bett und betrachtete argwöhnisch die Bettwäsche. Langsam strich ich mit der Hand darüber. In Ordnung...sie sah nicht nur unbequem aus, sie war es auch. Der Stoff war total rau und es grauste mir davor, in diesem (meinem) Bett schlafen zu müssen. Aber ich wusste, dass ich keine andere Wahl hatte.
Ich verließ mein Zimmer, um nocheinmal ins Bad zu gehen. Doch stattdessen bemerkte ich erstaunt, dass die Tür zu Kims und Finns Zimmer offen stand. Vorsichtig warf ich einen Blick hinein und sah Kim völlig perplex vor dem wütenden Finn stehen. "Sie gehen echt zu weit!," schrie er und Kim schüttelte nur den Kopf. "Bitte, beruhig dich wieder Finn," sagte sie Finn und Finn begann unruhig im Zimmer auf und ab zu laufen. "Wie soll ich mich denn beruhigen?! Sie drehen durch! Völlig!" "Hör auf damit, du machst mich ganz nervös...," entgegnete Kim nur leise und Finn blieb stehen.
"Das Beste wäre, wenn wir endlich von hier verschwinden," hörte ich Finn sagen und Kim blickte auf. "Spinnst du, wo alles so gut läuft? Ich will nicht zurück. Du etwa?," wütete sie und Finn sah sie überrascht an. "Nein, aber...verdammt, es ist einfach beschissen was sie hier anstellen!" Kim senkte den Blick und starrte auf das Laminat.
"Ich bitte dich, nurnoch eine Weile," sagte sie schließlich vorsichtig und Finn nahm sie in den Arm. "In Ordnung. Aber du stimmst mir doch zu, dass es nicht okay ist, oder?" Kim legte den Kopf auf seine Schulter und nickte leicht. "Danke..," sagte sie leise und Finn lächelte.
So, genug für heute. Bis morgen, dann geht es weiter. Ich wünsche euch eine schöne Nacht. -
Wieder fuhren wir mit dem Taxi mehrere Stunden nach Hause, nachdem die Besitzer noch eine volle Stunde auf sich warten hatten lassen. Das Warten hatte uns ganz schön mürbe gemacht, besonders Kim war angeknackst. Doch als wir die Stube betraten, traf mich fast der Schlag. Alles war dunkle gestrichen und auch die Möbel waren nicht mehr die Alten. Völlig aufgebracht ging ich auf Sebastian zu, der völlig entspannt auf dem Sofa saß.
"Wo sind die Möbel?," fragte ich, und versuchte ruhig zu bleiben. Sebastian erhob sich lächelnd von dem Sofa, welches unter der Entlastung widerlich knarrtschte. "Wie ich sehe, gefällt es dir nicht. Aber keine Sorge, die Möbel sind noch da. Wir haben einfach nur ein bisschen..umdekoriert," erklärte er mir lachend und ich sah ihn zornig an. "Ein bisschen?! Dürft ihr das überhaupt?" Sebastian nickte energisch. "Natürlich fragten wir deine Mutter vorher um Erlaubnis. Sie meinte, wir sollten alles tun, damit wir uns wie zu Hause fühlen...und das haben wir dann natürlich auch getan," sagte er grinsend und ich sah ihn völlig entgeistert an.
"Und Olivia gefällt es auch, oder?," warf Jenny plötzlich ein. Ich dachte erst, ich hätte mich verhört. Doch es war eindeutig: Sie hatte Luisa damit gemeint. Jenny richtete sich aus der Hocke auf und lächelte mich falsch an. "Du hast sie Olivia genannt...," sagte ich fassungslos und leise und sie fing an zu lachen. "Ja richtig. Während ihr weg wart, haben Sebastian und ich sie umgetauft."
"Was?!," kreischte ich und Jenny zuckte zurück. "Jetzt sei doch nicht so, ihr gefällt der Name," sagte sie ruhig und meine Wut kannte keine Grenzen mehr. "Aber...das könnt ihr doch gar nicht...du lügst!," sagte ich schrill und verzweifelt, doch sie schüttelte nur den Kopf.
"Weißt du, das war ganz leicht, nachdem ich zu ihrer Patentante wurde. Schließlich müssen wir uns ja früher oder später um sie kümmern, denn deine Mutter wird nicht wiederkommen." Erst begriff ich gar nicht, was sie da soeben gesagt hatte, aber dann klangen die Worte in meinem Kopf wieder. Ich war kurz davor ihr an die Gurgel zu springen, wollte schreien, sie würgen oder sie sonst irgendwie loswerden...
Doch Sebastian kam auf mich zu. "Ich kann mir vorstellen, dass das eine große Veränderung für dich sein muss, Juliana. Aber es ist das Beste für deine kleine Schwester, verstehst du?," erklärte er sachlich. Ich stemmte die Hände in die Hüften und mir war zum Heulen zumute. "Nein, ich verstehe nicht! Ihr kommt hierher und bringt mein ganzes Leben durcheinander! Ich hasse euch!" Und da waren sie....die Worte, die ich so oft gedacht hatte und die mir die ganze Zeit auf der Zunge lagen. Es war, als wäre ein Schalter betätigt worden und ich sagte es ihm mitten ins Gesicht. Oh, ich fühlte mich gut.
Von einer Sekunde auf die andere veränderte sich sein Gesicht. Er stemmte ebenfalls die Hände in die Hüften und machte ein überaus zorniges Gesicht. "Juliana, ich bin enttäuscht. Ich dachte immer, du wärest ein Vorbild für unsere Kleinen, doch ich habe mich geirrt. Auf dein Zimmer, aber sofort!," sagte er und wies mit dem Zeigefinger auf die Treppe. Was bildete der sich eigentlich ein?! "Auf mein Zimmer? MEIN Zimmer? Euch gehört doch sowieso schon das ganze Haus, also ist es nicht mehr MEIN Zimmer," brüllte ich und rannte mit Tränen in den Augen die Treppenstufen hinauf.
Ich schmetterte meine Zimmertür ins Schloss und lehnte mich mit dem Rücken gegen die Tür. Meine Tränen tropften auf den Boden und rannen über meine glühenden Wangen. Schließlich löste ich mich von der Tür und schritt im Zimmer auf und ab. "Ein Irrenhaus...ein reines Irrenhaus...," murmelte ich zornig und stampfte mit dem Fuß auf den Boden.
Fortsetzung folgt sofort... -
Einfach wunderschön, aber irgendwie auch enttäuschend. Wieso "gestohlen"? Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass es da jemand anderen geben sollte, aber das verwirrt mich jetzt doch ein bisschen. Oder hatte da vielleicht die Großmutter..:kopfkratz Nein, ich rate jetzt nicht, stimmt ja sowieso nicht ^^. Also, mach bitte schnell weiter. Du hast wirklich Talent, Santine.
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Natascha wollte mich gar nicht mehr loslassen. Schließlich musste ich sie leicht von mir stoßen und sie sah mich überrascht an. "Entschuldige bitte. Aber du hast mir sehr geholfen," sagte sie lächelnd. "Naja, ich dachte eben, du könntest ein bisschen Aufmunterung gebrauchen," entgegnete ich und sie drückte mich nocheinmal.
Quietschend schloss sich das Tor hinter uns und wir sahen uns ein letztes Mal das riesige Haus an. "Schon gewaltig...," sagte ich und Finn nickte.
"Und von aussen sogar noch gespenstischer als von ihnen. Ich hatte echt mit einem oder mehreren Geistern gerechnet," sagte Kim, die am Tor klebte, als wenn es sie festhalten würde.
"Kein Wunder, bei deinem kindlichen Gemüt," sagte Finn grinsend und Kim drehte sich wütend um. "Wer ist hier ein Kind, hm? Sicher nicht ich...du...du...ach, such dir was aus!" Mit hochrotem Kopf stapfte sie davon und verschwand um eie Ecke. "Warum musst du sie auch immer ärgern?," fragte ich seufzend und Finn verdrehte die Augen. "Sie ist aber auch immer so schnell eingeschnappt," erwiderte er seufzend und lief hinter Kim her.
Fortsetzung folgt nachher, muss erst noch was für die Schule machen. -
@XtinaAngel13: Ja, das mit den Arbeiten ist echt doof >.<. Aber ich bemüh mich euch immer rechtzeitig mit einer FS zu versorgen.
Chilli1992: Danke, Chilli^^
rita: Kriegst du.
Aylana: Dank dir
@SimsGirlSteffi: Mit Rouge.Fand von Anfang an, dass der sehr nach Trunkenheit aussieht. XD
@Simsplayer_w: Auch dir danke
DawnAngel: Mal sehen
cassio: Lustig nicht unbedingt, aber auf jeden Fall kompliziert.
Sango04: Ja, das hat sie : /
Auf wackeligen Beinen stieg ich die Treppe herunter und hörte schon die ersten Stimmen. Entschieden steuerte ich auf das Esszimmer zu. Ich trat ein und plötzlich schwiegen alle. Perplex sah ich mich um und setzte mich schließlich auf einen freien Platz. David fehlte. Immernoch verhielten sich alle ganz still. "Was ist denn los?," fragte ich verwirrt und einige räusperten sich und stürzten sich wieder auf ihr Essen. Kim sah mich schulterzuckend an.
Natalie trug immernoch eine Sonnenbrille. Ich bemerkte, dass sie sie die ganze Zeit ein wenig anhob und sich das blaue Auge hielt. Sie machte ein schmerzverzerrtes Gesicht und wich den Blicken der Anderen aus.
Ich griff zu dem Löffel, der neben der Schüssel stand und begann zu essen. Mir war immernoch ein wenig übel, aber ich musste ja irgendetwas in den Magen bekommen. Langsam ass ich Löffel für Löffel und fragte mich, warum alle so still waren. War gestern abend etwa etwas vorgefallen? Hatte ich mich falsch verhalten oder was war los?
Nachdem ich meine Schüssel geleert hatte stand Finn eilig auf. "Juliana, kommst du eben mit in die Küche?," fragte er und ich nickte. Er verschwand vor mir in der Küche und ich folgte ihm. "Sag mal, wieso redet keiner mit mir?," sprudelte es aus mir heraus. Unsicher sah er mich an. "Du kannst dich also an gar nichts mehr erinnern?," fragte er und ich schüttelte den Kopf. "Doch, warte..." Er machte ein hoffnungsvolles Gesicht. "Ich weiß noch, wie wir gestern über die Party gesprochen und dekoriert haben.Aber sonst..." Finn seufzte und ich sah ihn eindringlich an.
Er wandte den Blick von mir ab und ließ den Blick durch den Raum schweifen. "Ich nur froh, dass es dir gut geht," sagte er plötzlich. "Wieso, wie sollte es mir sonst gehen?," fragte ich lachend und er sah mich traurig an.
"Schlechter, viel schlechter," entgegnete er und ergriff plötzlich meine Hand. Immernoch sah er mir nicht in die Augen. "Es hätte alles nach hinten losgehen können..." "Wovon redest du überhaupt?!," fragte ich verärgert und er ließ meine Hand los. "Sei froh, dass du dich nicht mehr erinnern kannst," erwiderte er nur und verließ die Küche.
Und ließ mich sehr verwirrt zurück. "Sei froh, dass du dich nicht erinnern kannst"," wiederholte ich patzig. "Ein bisschen Aufklärung schadet keinem," dachte ich kopfschüttelnd. Und das an unserem letzten Tag hier...
Alle waren inzwischen vom Esstisch aufgestanden und hatten sich nach draußen begeben. Wir würden hier noch auf die Besitzer warten müssen, aber die Clique würde uns jetzt schon verlassen müssen. Ein langes in den Arm nehmen folgte. Mike und David standen ganz abseits und getrauten sich nicht recht, sich von uns zu verabschieden.
Fortsetzung folgt sofort... -
Langsam richtete ich mich auf und er sah mich irritiert an. "Ich bin doch...stocknüchtern," erklärte ich ihm und musste plötzlich hicksen. "Jaja, schon klar," entgegnete er und ich ließ mich wieder nach hinten fallen.
Ich sprang vom Bett auf und torkelte zu Finn, der mich verwundert ansah. Mein Gehirn hatte sich ausgeschaltet und ohne darüber nachzudenken, gab ich ihm einen Kuss. Mein Gesicht glühte immernoch wie Feuer. Er stieß mich auch nicht weg und nach ein paar Sekunden war es auch schon wieder vorbei. Ich ließ mich wieder auf das Bett fallen und schloss die Augen. Kurz nachdem ich das getan hatte, schlief ich ein...und bekam gar nicht mehr mit, wie Finn lächelnd das Zimmer verließ.
Das laute Zwitschern der Vögel weckte mich und langsam öffnete ich die Augen. Die Sonne schien durch das Glasfenster und ich versuchte mich aufzurichten, doch ein Schmerz in meinen Gliedern ließ mich kurzzeitig wieder in eine Starre verfallen. Mein Kopf dröhnte und ich rieb mir die Stirn.
Nach einiger Zeit wagte ich einen zweiten Versuch und ein Jaulen entfuhr mir. Alles tat mir weh und mir war übel. Was war gestern eigentlich noch weiter passiert? Ich konnte mich nurnoch daran erinnern, dass wir gemeinsam am Esstisch saßen und über die Party geredet hatten. Richtig, die Party! Aber warum hatte ich einen Blackout? Ich sah mich um. Das war auch nicht das Mädchenzimmer. Verwirrt stand ich auf, zog mir etwas über und ging nach unten.
So, das war`s. War zwar nicht sonderlich viel, da ich momentan im Arbeitenstress stecke, aber ich das ihr mir das verzeiht.
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Zaghaft öffnete ich meine Augen wieder, doch es hatte sich nichts verändert. Ich sah alles nur unscharf und meine Augenlider schienen immer schwerer zu werden. Meine Haltung hatte nachgelassen und ich saß krumm und schief auf dem Sofa. Die Symptome waren da, also war auch die Trunkenheit da. Meine Augen schlossen sich immer wieder und ich ließ meinen Kopf nach hinten sausen.
Etwas Schweres ließ sich neben mir fallen und ich öffnete vorsichtig meine Augen. David saß dicht neben mir und er musterte mich grinsend. Als ich das realisierte, riss ich die Augen auf. "Du siehst ganz schön fertig aus," sagte er und lächelte mich vorsichtig an. Ich wollte antworten, aber meine Zunge fühlte sich unglaublich schwammig und schwer an. "Ich fühle mich auch nicht sonderlich gut," sagte ich langsam und es klang unglaublich dumpf. David lachte plötzlich und ich sah ihn verwirrt an. "Du lallst ja sogar!," sagte er immernoch lachend und ich hielt mir den Mund zu. "Keine Sorge...," begann er," es klingt süß an dir, weißt du?" Ich realisierte gar nicht mehr, was er eben gesagt hatte. Meine Augen klappten zu und ich versuchte mich auf dem Sofa abzustützen, jedoch ohne Erfolg.
Meine Augen wurden immer schwerer und ich war kurz davor einzuschlafen, als David mich plötzlich auf seinen Schoss zog. Dieses Mal schaffte ich es gar nicht mehr, meine Augen ganz zu öffnen. Ich sah die Umrisse von seinem Gesicht und wie es immer näher. Schließlich drückten sich seine Lippen auf meine und seine Hand wanderte mein Bein hinauf. Hektisch versuchte ich meinen Arm zu heben, aber er sackte immer wieder nach unten und meine Augen klappten wieder zu...
Plötzlich drehte er mich auf die Seite und sekundenbruchteile später ließ sich sein schwerer Körper auf mir nieder. Völlig schlapp lag ich da, das konnte doch nicht normal sein. Auf einmal fielen mir seine Worte wieder ein. Speziell für mich? Er hatte doch nicht etwa etwas in das Zeug gekippt. Langsam wurde mir übel, doch er küsste mich immer weiter. Ich blieb einfach liegen, er würde schon aufhören. Die Anderen waren schließlich noch im Raum.Well no one told me about her
The way she lies
Well no one told me about her
How many people criedAus der Stereoanlage dröhnte es immernoch, aber ich nahm es nicht mehr war. Ich öffnete ein Auge einen Spalt weit und sah, wie Finn sich langsam vom Sofa erhob. Er streckte sich und sah sich langsam um. Plötzlich erstarrte er und sprang auf.
Das schwere Etwas wurde von mir heruntergerissen und ich konnte mich wieder bewegen. Unsicher ergriff ich die Sofalehne und zog mich wieder hoch. Endlich konnte ich wieder normal sehen. "Du Wichser, du kannst jede haben! Lass die Finger von ihr!," schrie Finn und ich sah ihn erstaunt an. David wich zurück, denn Finn war kurz davor ihm eine runterzuhauen. "Seit wann interessiert es dich, wie ich mit den Mädels umgehe?! Du bist ja selbst nicht besser!," brüllte David. Plötzlich verstummte die Musik und Finn runzelte die Stirn. "Verschwinde!," schrie er und David drehte sich kurzerhand um, aber nicht, ohne Finn noch einen "Abschiedsgruss" dazulassen. Finn knallte zurück gegen das Sofa auf dem ich saß und rieb sich das schmerzende Gesicht.
Schnell richtete er sich wieder auf und sah mich wütend an. "Wieso hast du dir das überhaupt mit dir machen lassen?," sagte er zornig. Ich stand ebenfalls auf und wankte leicht hin und her. Als Finn das sah, stützte er mich schnell. Kopfschüttelnd senkte er den Blick. "Ich versteh schon. Du musst ins Bett. Das war wirklich eine verdammt blöde Idee." Treudoof sah ich ihn an und er lächelte.
"Ich will aber nicht!," lallte ich laut und er hielt mir den Mund zu. "Keine Wiederrede," sagte er und ließ mich auf das fallen. "Soll ich sicherheitshalber einen Eimer besorgen?," fragte er lachend und ich sah ihn verwirrt an.
Fortsetzung folgt sofort...
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Als es langsam dunkel wurde, waren alle Vorbereitungen abgeschlossen und alle Mädels ließen sich auf die bequemen Sofas fallen, die David angeschleppt hatte. "Was für ein Tag!," stöhnte Kim neben mir und ich grinste sie an. "Sei froh, dass du auf keiner Farm leben musst, so wie ich," sagte Trisha und Natascha nickte zustimmend. "Die reinste Hölle sag ich dir," seufzte Natascha und ich sah sie verwundert an. "Ich hätte nie gedacht, dass ihr auch eine Farm habt." Natascha musste lachen. "Ich weiß, David sieht aus wie ein verwöhnter Junge mit reichen Eltern. Und ich bin für meine Eltern ja fast nurnoch eine Qual," erklärte sie lachend und begann ein Gespräch über das Leben auf einer Farm mit Trisha. Die Tür ging auf und Mike kam herein. Er blickte mich an und ich biss mir auf die Lippe. Unentschlossen blieb er vor den Sofas stehen und sah sich um. Finn kam auch herein und als er Mike erblickte, zog er ihn sofort von uns weg, zu einem Tisch mit Stühlen, der etwas entfernt von uns stand.
Grob drückte er Mike auf einen der Stühle und dieser sah ihn zornig an. Finn ließ sich auf den Stuhl gegenüber von Mike fallen. Mikes Augen verengten sich vor Wut, doch Finn blieb ganz ruhig. Durch die Musik verstand ich nur einige Worte, aber sie waren eindeutig. "Abreise....sofort...," konnte ich Finn zischen hören und Mikes Hände schlossen sich um die Tischkante. Er schüttelte den Kopf, aber Finn zeigte keine Regung. Er wiederholte die Worte, doch Mike wollte es einfach nicht einsehen.
Neben uns klapperte es laut und ich fuhr zusammen. "Los trinkt, bevor nichts mehr da ist!," sagte David laut, um gegen die Musik anzukommen. "Was hast du denn besorgt?," fragte Trisha und spitzte dann die Ohren, um ihn besser verstehen zu können. "Lasst euch überraschen," sagte David grinsend und mixte weiter seine "Cocktails".
"Na los, reich rüber. Juliana und ich verdursten schon," rief Kim ihm zu und ich sah sie irritiert an. "Ich trinke aber eigentlich nicht," sagte ich zu ihr, als sie sich wieder zu mir umgedreht hatte. "Das ist nicht dein Ernst..." Als ich nickte seufzte sie und sagte dann: "Dann ist das eben dein erstes Mal. Es wird dir schmecken, glaub mir," sagte sie und lächelte mich an.
Plötzlich fiel etwas um und ich wendete den Kopf um sehen zu können, was passiert war. Mike war wütend vom Stuhl aufgesprungen und ging nun raschen Schrittes auf die Tür zu. Trisha stellte sich ihm in den Weg, was ihn noch rasender machte. "Hey, wo willst du denn hin?," fragte sie und Mike sah sie nichteinmal an. Er trat einen Schritt zurück und schubste Trisha mit aller Kraft zur Seite. Diese taumelte rückwärts und stieß gegen den kleinen Tisch. "Sag mal, spinnst du?!," giftete Natascha, doch er warf ihr nur einen bösen Blick zu und verschwand aus der Tür.
Trisha ließ sich verärgert und verletzt wieder neben Natascha auf das Sofa fallen. "Dreckssack...," nuschelte sie und Natascha sah sie besorgt an. "Hat heute wohl wieder einen schlechten Tag, was?" David stand vor mir und lächelte mich an. In seiner Hand hielt er ein Glas, welches er mir auf einmal vor die Nase hielt. "Hier, was ganz spezielles nur für dich," sagte er grinsend und ich zögerte erst. Kim bemerkte dies und stieß mir in die Rippen. "Nun nimm schon," sagte sie zwinkernd und ich nahm das Glas entgegen. "Lass es dir schmecken," sagte David und ich lächelte ihn gekünstelt an. Er nahm sein Glas vom Tisch und stieß damit gegen meines. Kim rutschte näher an mich heran und sah mich gebannt an. "Was ist?," fragte ich leicht genervt. "Ein magischer Moment...," sagte sie leise. Ich zog eine Augenbraue hoch und nippte an dem Zeug. Es schmeckte wirklich nicht schlecht, ziemlich süß aber es war lecker. "Und?," fragte sie und ich reckte einen Daumen in die Höhe. Glücklich lächelte sie mich an.
Natalie saß ganz alleine auf einem der Sofas und blickte auf den Boden. "Na Natter, willst du auch was?," fragte David sie und stupste sie vorsichtig an. Natalie sah langsam zu ihm auf und schüttelte den Kopf. "Ähm, nein danke, irgendwie ist mir nicht besonders gut," erklärte sie und David sah sie vollkommen überrascht an. "Sonst bist du doch immer diejenige, die am Meisten trinkt. Na dann eben nicht..." Er ging wieder zu seiner Bar und Natalie seufzte erleichtert auf.
David zog mir immer wieder mein Glas aus der Hand und füllte es wieder auf. Manchmal war es nur halb leer, aber da es mir schmeckte wiedersprach ich dem auch nicht. Und es kam wie es kommen musste. Kichernd richtete sich Kim neben mir auf. Sie wankte bereits leicht und zog Trisha und Natascha auf die Beinen. Die Drei torkelten zur Stereoanlage und fingen wild an zu tanzen. Finn ließ sich auf das Sofa von Natalie fallen. Ich beachtete ihn nicht weiter und war ziemlich überrascht, als ich ihn plötzlich neben mir schnarchen hörte. Ich sah auf ihn herab und bemerkte, dass meine Wangen zu glühen begannen. Sein Gesicht verschwamm immer mehr und ich ließ mich nach hinten sacken. Alles drehte sich und ich schloss schnell die Augen, doch es half nicht. War ich etwa wirklich schon betrunken?
Fortsetzung folgt sofort... -
@SimsGirlSteffi: Ui, du liebst sie sogar?
*derstorybeimrotwerdenzuseh* ;) cassio: Wie du befiehlst..:D
@Santine: Natalie ist halt ein schräger Vogel, da wundert es sie eben nicht *g*. Nein, natürlich wundert es sie, aber wer getraut sich bei der Zicke schon zu fragen?
@Guilty: Dankeschön. Ich habe einfach zu viel Freizeit *g*. Ne, es macht mir einfach Spaß zu schreiben.
DawnAngel: Na, wenn du David jetzt schon nicht magst, dann solltest du diese FS nicht lesen. Und sie sind ja nurnoch zwei Tage da, von daher kommen sie bald wieder nach Hause.
David räusperte sich und alle Augenpaare schnellten zu ihm. Nur Natalie starrte immernoch vor sich hin. Es schien, als fixierte sie jemanden, aber durch die Sonnenbrille konnte man nicht ausmachen, wen sie die ganze Zeit anstarrte. "Tja Mädels, unser vorletzter Tag hier und wir haben immernoch nicht wirklich gefeiert. Also wird es höchste Zeit, dass wir es tun. Hat einer eine Idee, was wir machen könnten?," fragte David und warf einen schnellen Blick zu Finn. "Na, wie immer halt. Was zu trinken und ein bisschen Musik. Das reicht doch, oder nicht?," entgegnete Trisha und fast alle nickten. "Na gut, soviel Kohle haben wir ja auch nicht. Dann würde ich sagen, gehen zwei von uns einkaufen und der Rest dekoriert," sagte David und klatschte in die Hände.
Fortsetzung folgt sofort... -
*g* Da hat er sie aber ganz schön unterschätzt, der Gute. Das muss mies für ihn gewesen sein.
Na, Nana und Ryan sind ja wohl wirklich süß. Aber an Teddies Stelle hätte ich die Beiden auch nicht allein gelassen. Wer weiß, was weiter passiert wäre, wäre er nicht aufgetaucht...;)
Schöne FS wiedermal, Santine. :knuddel -
Zitat von SnoopyGirl
Wiedermal eine super Fortsetzung bloß irgendwie wird das alles etwas unübersichtlich.
David will ja scheinbar Juliana rumkriegen, genau wie Finn und Mike? Will der jetzt was von Juliana oder nicht, warum schlägt der Natalie und knutscht die wenn der doch was von Juliana will? ich kapier das net!
Wird es wirklich schon unübersichtlich? ^^° Naja, die Sache mit Mike ist ja etwas komplizierter. Werde es aber so machen, dass sich das im nächsten Teil klärt.
Zitat von ritaund schon wieder ein schöner teil..
nur ich frag mich was mit der kleinen schwester von juliana ist ..??
Soviel sei gesagt: Der geht`s blendend. *g* Aber natürlich veranlassen Jenny und Sebastian etwas...;) -
Nacht alle miteinander
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Ist gar nicht so einfach sich hier durchzufinden...^^
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Du kommst bestimmt nicht drauf was ich mache...:D
Ich kämpfe mich durch`s Simsforum -
*handheb* Mir*gähn* auch
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"Es tut weh...," schluchzte sie und ich strich ihr über den Rücken. "Gehen wir rein und kühlen es, komm," sagte ich vorsichtig, doch sie ließ mich nicht los. "Nicht wieder da rein. Da ist er!," sagte sie verstört und in dem Moment kam sie mir vor wie ein kleines Kind. Ängstlich sah sie mich an und ließ mich nicht los. Ihre Tränen tropften auf meine Schulter.
Finn kam angerannt und Natalie zuckte zusammen. Ihr ganzer Körper spannte sich an und ich strich ihr wieder behutsam über den Rücken. "Ssscht, ganz ruhig, es ist nur Finn...," flüsterte ich leise und sie entspannte sich wieder. "Lass uns reingehen," sagte Finn hinter mir und Natalie schüttelte vehement den Kopf. "Wir müssen wieder rein, wir müssen es kühlen," sagte ich und Natalie sah mich an. Sie nickte und ich nahm ihre Hand. Finn stützte sie ein wenig, als wir ins Haus gingen.
Nachdem sie ihr blaues Auge ein wenig gekühlt hatte, brachten wir sie ins Bett. Ich deckte sie zu und es dauerte auch nicht lange, bis Natalie friedlich schlief. Plötzlich zog mich Finn zu sich heran und umarmte mich zärtlich. Für einen kurzen Moment legte er seinen Kopf auf meine Schulter. "Danke..," flüsterte er und ich schloss die Augen. "Ich hatte mir auch Sorgen um sie gemacht..." Finn sah mich etwas überrascht an und lächelte dann. "Du magst sie also doch," sagte er grinsend. "Das habe ich nie bestritten," entgegnete ich lächelnd. Er ließ mich los und sagte noch: "Gute Nacht." Doch an Schlaf war gar nicht mehr zu denken...
Am nächsten Morgen saßen alle bereits am Frühstückstisch, als ich kam. Ich suchte mir einen Platz möglichst weit weg von Mike, denn schon als ich ihm in die Augen sah, merkte ich wie Wut in mir aufstieg. Schließlich betrat als Letzte Natalie das Esszimmer. Sie trug eine dunkle, große Sonnenbrille und setzte sich zielstrebig mir gegenüber.
David kam aus der Küche. Er hatte das Frühstück gemacht und schlenderte langsam auf dem Frühstückstisch zu. Finn warf mir einen Blick zu und vertiefte sich dann sofort wieder in sein Essen. Natalie sah nicht einmal auf.
Ihre Lippen waren ein wenig geschwollen, doch sie ließ sich nichts anmerken. Die große Sonnenbrille verdeckte ihr Feilchen ganz gut, doch sie sprach kein einziges Wort. Würde sie Mike das jemals verzeihen können?
So, das war`s für heute (nacht)Ich hoffe, euch hat`s gefallen
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Nebenan war gerade Mike keuchend ins Zimmer gestürzt und hatte sich an Finn geklammert. "Hey, wo warst du, wir haben dich überall gesucht," sagte Finn und Mike ließ ihn los. "Scheiße. Ich habe verdammte scheiße gebaut," sagte Mike völlig außer Atem. Stille. Keiner von beiden traute sich etwas zu sagen, bis Finn Mike zu schütteln begann. "Was hast du getan, sag schon!," sagte er schnell und sah Mike wütend an. "Natalie und ich, wir...wir haben etwas miteinander." Finn ließ Mike sofort los und starrte ihn unsicher an. "Ihr habt was?!," fragte er zornig und Mike nickte nur. "Es ist eskaliert. Sie wollte nicht und da hab ich...sie hat mich so wütend gemacht, dass ich....verdammt, ich habe sie geschlagen! Aber es war kein Versehen," sagte Mike schnell und laut. Finns Hände ballten sich zu Fäusten.
Stürmisch drehte er sich von Mike weg und riß die Zimmertür auf. "Finn, es war keine Absicht! Sie hat mich dazu genötigt," versuchte Mike sich zu verteidigen, doch Finn würdigte ihn keines Blickes mehr. "Das wird ein Nachspiel haben, das schwör ich dir...," sagte er leise und knallte die Tür hinter sich zu.
Unsanft rüttelte jemand an meiner Bettdecke und ich stieß mit der Hand immer wieder dagegen. "Juliana, wach auf," flüsterte jemand und ich öffnete langsam meine Augen. Finn war dicht über mich gebeugt und sah mich an. Ich spürte seinen warmen Atem auf meiner Wange und schreckte hoch. "Was ist?," fragte ich verschlafen und rieb mir die Augen. "Notfall...," sagte er nur und ich richtetete mich auf.
Er packte mich am Arm und zog mich zur Tür. "Hey moment, was ist denn so dringendes?," fragte ich und riß meinen Arm los. "Mike hat Natalie geschlagen...," sagte Finn knapp und mir klappte der Mund auf. "Wo ist sie?," entgegnete ich und öffnete die Zimmertür. "Ich weiß es nicht...sie ist vor ihm weggelaufen." "Wir müssen sie suchen!," sagte ich ein bisschen zu laut und Finn hielt mir kurzerhand den Mund zu. "Ja, das müssen wir. Zieh dir was über und dann gehen wir," sagte er leise und ich nickte nur.
Ich warf mir meine Sachen über und wir stürzten nach draußen. Ich rief immer wieder ihren Namen, aber nichts rührte sich. "Ich mache mir Sorgen um sie...," sagte Finn hinter mir und ich sah ihn an. "Es geht ihr sicher gut," entgegnete ich und Finn lächelte mich an. "Hoffentlich...," sagte er seufzend und ich rief weiter ihren Namen.
Wir teilten uns auf und ich lief um das Labyrinth aus Hecken herum. Immer wieder rief ich ihren Namen und blieb stehen, doch ich fand sie nicht. Schließlich, ich war gerade um eine Ecke gebogen, sah ich endlich ihr pinkes Oberteil aus einer Hecke hervorgucken. "Natalie! Na endlich," sagte ich überglücklich und blieb vor ihr stehen.
Ihre Augen waren vom Weinen verquollen und sie stand langsam auf. Wie ein scheues Reh blieb sie vor mir stehen und sah mich an. Tränen liefen von ihren Wangen hinunter und sie stand sehr wackelig auf ihren Beinen. "Er hat mich...er hat mich einfach...," brachte sie nur hervor und brach sofort wieder in Tränen aus. Sie torkelte auf mich zu und schlang ihre Arme um meinen Hals.
Fortsetzung folgt sofort...