Hallo!
Ich bin zwar eine begeisterte Sims2-Spielerin, aber ich möchte heute mal einen Versuch wagen, euch meine eigens geschriebene Geschichte vorstellen!
Es sind keine Bilder dabei und sie hat auch nix mit Sims zu tun. Aber ihr könnt sie ja trotzdem lesen und mir sagen, wie ihr sie findet. Sie is schon ziemlich lange in meiner Rumpelkammer gespeichert und auch noch net fertig!
Gruß Tini
Also, es geht los!
Eine Geschichte
Als Maja die neue Schule betrat, dachte sie, dass alle sie anstarrten. Sie kannte niemanden.
Doch sie beachtete die Schüler und Schülerinnen auch gar nicht. Sie wollte überhaupt nichts mit ihnen zu tun haben.
Auf meiner alten Schule war alles besser!, dachte sie oft.
Maja war 17 Jahre alt und von Anfang an in einer Mädchenschule gewesen, deswegen hatte sie noch nie viel mit Jungs zu tun gehabt und war, seit sie hier in diese neue Stadt gezogen war, in der es nur gemischte Schulen gab, noch sehr zurückhaltend gegenüber allen menschlichen Wesen.
Nun war aber der erste Schultag der 12. Klasse auf dem Titus-Salt-Gymnasium in Haverhill, Massachusetts und sie musste sich dem Leben und seinen Lebewesen stellen.
Maja hörte einige Mädchen kichern.
Sie ließ ihre Tasche von der Schulter gleiten, öffnete sie und holte einen Zettel raus, auf dem stand, wo ihre Klasse war:
Klasse 12e, Raum A117
Okay, jetzt musste Maja nur noch jemanden finden, der ihr sagte, wo Gebäude A war.
Das kann ja nicht so schwierig sein..., überlegte sie, Entweder ich suche selbst oder ich frage jemanden. Nein, ich suche selber. Die würden mich doch eh alle in die falsche Richtung schicken!
Also nahm Maja wieder ihre Tasche auf die Schulter und folgte einigen Schildern, auf denen die Bezeichnungen der Gebäude aufgedruckt waren. Leider war der Druck für Gebäude A schon völlig abgekratzt und bei den anderen Drucken konnte man auch nur noch raten.
Maja ging einfach ihrer Nase nach in irgendein Gebäude. Als sie aber in diesem Gebäude fast nur Fünft- und Sechstklässler auffand, musste sie wohl falsch sein. Sie ging auf ein kleines Mädchen zu:
"Ähm, Entschuldigung. Kannst du mir sagen, wo Gebäude A ist?"
"Ich glaub, das ist da drüben."
Das Mädchen zeigte zum Haupteingang der Schule.
"Danke", sagte Maja.
Sie lief zum Haupteingang und fühlte sich richtig dumm. Warum war sie nicht schon früher darauf gekommen!?
Natürlich ist Gebäude A am Anfang der Schule, also am Haupteingang!, dachte Maja.
Sie erreichte den Haupteingang, über dem in Großbuchstaben "A" geschrieben stand.
"Und wo ist Raum 117? Ach da!"
Maja betrat den Raum, als auch schon der Gong zur ersten Stunde ertönte. Nach und nach kamen ihre ‘Mitschüler‘ in die Klasse, während sie ganz unbeteiligt an der Tür stand und guckte, wo noch Platz war. Endlich fand sie einen Platz, den die Schüler bestimmt extra für sie besorgt hatten: hinten rechts, neben dem Fenster, ohne Sitznachbar. Maja setzte sich dort hin, als auch schon die Lehrerin hereinkam:
"Guten Morgen. Ich möchte euch eure neue Mitschülerin vorstellen: Maja Johnson. Komm doch bitte mal nach vorne Maja."
Maja stand auf und begab sich nach vorne. Sie spürte, dass sie von der ganzen Klasse angestarrt wurde.
"Maja kommt von einer Mädchenschule etwa 100km von hier. Also, seid nett zu ihr. Möchtest du noch etwas sagen?", richtete die Lehrerin das Wort an Maja.
"Äh, nein."
"Gut, dann setz dich wieder an deinen Platz. Ach, sitzt du da hinten ganz allein? Das geht ja nicht. Wer wäre damit einverstanden, Maja neben sich sitzen zu lassen?"
Sie schaute in die Runde, doch keiner meldete sich.
"Keiner?"
Schließlich ging langsam eine Hand hoch.
"Oh, Jessica. Das ist nett von dir. Also Maja, setz dich neben Jessica. Sie wird dich nicht beißen, keine Angst."
"Okay."
Maja versuchte ein Lächeln auf die Lippen zu bringen, holte ihren Tisch und ihren Stuhl und setzte sich neben Jessica.
"Hi.", sagte Jessica leise.
"Hallo.", erwiderte Maja.
Das Fach war Englisch, von dem Maja eigentlich nicht so viel verstand, wenn nicht gerade Grammatik, Zeichensetzung oder Rechtschreibung dran war. Mit Unbehagen dachte sie an Erörterungen oder Interpretationen. Natürlich wurde heute noch kein richtiger Unterricht gemacht, da ja erst der erste Schultag des Schuljahres war.
Plötzlich bekam Maja ein Zettelchen auf den Tisch geschoben:
Hi,
soll ich dich heute nach der Schule mal rumführen? Ich zeig dir dann auch gleich mal ein paar AGs. Wenn sie dir gefallen, kannst du ja mal in ein paar reinschauen. Bin in der Kunst-AG.
Jess
Maja antwortete, dass sie sich freuen würde, wenn Jessica ihr die Schule zeige.
Nach der zweiten Stunde, die Mathe war, klingelte es zur großen Pause.
"Komm!", rief Jessica, "Ich stell dich meinen Freunden vor."
Sie packte Maja an der Hand und ging mit ihr draußen auf eine Treppe, die runter zum großen Schulhof führte. Jessica begrüßte dort ihre Freunde.
"Hi. Das ist Maja. Sie ist neu auf die Schule gekommen."
"Hallo.", kamen Maja einige Stimmen entgegen.
"Hi.", erwiderte sie.
"Also,", begann Jessica erneut, "das ist Kathrin,", sie zeigte auf eine brünette Schülerin, "das ist Max,", dann auf einen etwas kräftigeren Schüler mit schwarz gefärbten Haaren, "hier das ist Sarah", eine blonde Schülerin, "und das ist Paul.", ein gutaussehender Schüler mit blonden Haaren.
"Freut uns, dich kennenzulernen.", sagte dieser, "Woher kommst du denn?"
"Ich komm aus Denley, das ist in New York."
"Aha. Da kommst du ja von weiter weg."
"Ja. Das war eine ganz schöne Umstellung. Gleich in einen anderen Staat. Gott sei Dank sind wir in den Sommerferien umgezogen, und nicht mitten im Schuljahr."
"Das kann ich mir gut vorstellen. Sag mal, soll ich dir dann mal die Schule zeigen? Ich hab dich heute Morgen schon mal bei den Fünftklässlern rumirren sehen."
"Nein. Jessica will das schon machen. Sie hat mich zuerst gefragt. Aber trotzdem danke."
"Tja, kann man nichts machen. Aber vielleicht weiß ich ja noch was über die Schule, was Jessica nicht weiß und da wäre es doch wenigstens gut, wenn ich euch beide begleitete."
Er lächelte.
"Also, wenn du nichts dagegen hast?", Maja drehte sich zu Jessica um.
"Von mir aus kann Paul ruhig mitkommen."
"In welcher Klasse seid ihr eigentlich?", fragte Maja neugierig.
"Wir sind in der 12b. Jessica war früher auch in unserer Klasse, aber durch die unterschiedlichen Leistungskurse sind wir getrennt worden", antwortete Kathrin.
Es klingelte.
"Also dann bis nachher.", rief Jessica ihren Freunden zu und ging mit Maja wieder in den Unterricht.
Am selbigen Nachmittag kam Maja von ihrer Führung durch die Schule nach Hause, wo sie auch gleich von ihren Eltern ausgefragt wurde.
"Na Schatz, wie war dein erster Schultag? Hast du schon viel gelernt und Freunde gefunden?", fragte ihr Vater.
"Ja, war ganz okay. Ich hab auch schon ein paar kennengelernt, die mir die Schule gezeigt haben."
"Das freut mich für dich. Geh schnell deiner Mutter helfen, den Tisch zu decken. Es gibt Camenbert mit Preiselbeerkonfitüre."
"Ja, mach ich."
Nach dem Essen ging Maja noch in die Stadt, um sich neue Blöcke für die Schule zu kaufen, denn sie wollte jetzt einen Ordner haben, wie ihn die anderen Mädchen auf dem Titus-Salt-Gymnasium auch hatten. Außerdem benötigte sie noch eine neue Umhängetasche.
In dem Schreibwarengeschäft drei Straßen von zu Hause entfernt begegnete sie ein paar Schülerinnen, die anscheinend die supertollen Cheerleader waren, von denen Jessica und Paul bei der Schulführung gesprochen hatten. Sie kamen direkt auf Maja zu.
"Hi.", sagte eine, anscheinend die Anführerin dieser Gruppe, "Ich bin Melanie. Du musst ähm Anna sein, richtig?"
"Maja."
"Was?"
"Ich heiße Maja, nicht Anna."
"Okay, Maja. Ich wollte dich fragen, ob du vielleicht Lust hast etwas mit uns zu unternehmen. Wir haben nämlich herausgefunden, dass deine Eltern sich mit meinen Eltern anfreunden wollen."
"Warum wollen sie das tun?", fragte Maja.
"Na, wir sind Nachbarn, Schätzchen. Hast du das nicht gewusst?"
"Oh, ja klar. Jetzt fällt es mir wieder ein."
"Und", fuhr Melanie fort, "in den Club unserer Cheerleader kommen nur besondere Menschen. Und du bist einer von diesen ‚besonderen Menschen‘. Also, was sagst du?"
"Ich freue mich, dass ihr mich einladet, aber ich möchte kein besonderer Mensch sein."
"Aber Kind! Diese Loser schaden dir nur.", warf ein anderes Mädchen ein.
"Ihr meint Jessica, Kathrin, Max, Sarah und Paul?"
"So ist es."
"Aber warum denn? Ich habe sie heute erst kennengelernt und sie scheinen sehr nett zu sein."
"Glaub uns. Sie schaden dir und deinem Ansehen. Also, was sagst du?"
"Ich denke, ihr seid ganz schön oberflächlich und ich möchte nichts mit euch zu tun haben! Guten Tag!"